Oh wie schön ist Panama

„Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast.“ Zugegeben: dieses Motto lockt so schnell wohl keinen Jugendlichen runter vom Sofa. Dennoch haben sich Anfang des Jahres rund 120.000 junge Menschen aus allen Teilen der Welt auf den Weg nach Panama zum 34. Weltjugendtag (WJT) gemacht.

Immerhin 50 davon aus dem Bistum Hildesheim, einige auch aus dem Eichsfeld. Manche wollten sich vielleicht davon überzeugen, ob es in Panama wirklich so schön ist, wie wir alle es uns seit unseren Kindertagen vorstellen (wenn wir Janosch gelesen haben). Aber für die Meisten gab es ganz andere Motivationen, diese lange und anstrengende Pilgerreise auf sich zu nehmen: Papst Franziskus live begegnen; junge Christen aus anderen Ländern und Kontinenten treffen; eine andere Kultur kennenlernen; Gemeinschaft erleben; den Glauben vertiefen, teilen und gemeinsam feiern. All das durften wir drei Wochen lang intensiv erleben. Und immer wieder ging es in den Katechesen und Predigten um die Frage nach der persönlichen Berufung, die sich im eingangs zitierten Satz aus dem Lukasevangelium (Lk 1,38) verbirgt: Was hat Gott mit mir und meinem Leben vor? Habe ich mir diese Frage überhaupt schon mal gestellt? Und wenn ich eine Antwort gefunden habe, bin ich auch bereit, diesen Weg anzunehmen? Kann ich diesen Weg gehen im Vertrauen, dass Gott ihn mit mir geht? Meinem Eindruck nach haben viele junge Menschen während des WJT in Panama Antworten auf diese Fragen gefunden. Und einige sind sicherlich auch mit einer Entscheidung nach Hause geflogen, wie es mit ihrem Leben weitergehen soll. Es lohnt sich also, sich diese Fragen einmal selbst zu stellen. Auch dann, wenn Sie sich nicht mehr ganz so jugendlich fühlen sollten.

Kaplan Matthias Rejnowski, Dekanatsjugendseelsorger